Die Künstlerin über das Projekt

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Dieses Programm ist eine Ode an die Leidenschaft in all ihren Formen: verträumt, glühend, überwältigend und ungestüm. Mit seinen Fantasiestücken entführt uns Schumann in einen Hauch von Freiheit, in dem Cello und Klavier zärtlich und berauschend miteinander kommunizieren. Dann kommt Chopin, dessen einzige Cellosonate eine Poesie von seltener Intensität entfaltet: melancholische Seufzer, lyrische Ausbrüche und Lichtblitze verflechten sich elegant. Die Leidenschaft nimmt mit Rachmaninow eine ganz andere Dimension an, dessen majestätische Sonate die Seelen mit ihrer glühenden Lyrik und ihren Wellen tief bewegender Emotionen zum Schwingen bringt. Schließlich entzündet sich das Feuer mit Ginastera, der uns mitten in die argentinische Pampa entführt - ein Ausbruch wilder Rhythmen und berauschender Farben. Ein glühendes Programm, bei dem jede Note, jeder Atemzug, jede Stille von einer überwältigenden Intensität getragen wird.
ESTELLE REVAZ & NICOLAS BRINGUIER
Estelle Revaz und Nicolas Bringuier lernten sich bei einer musikalischen Kreuzfahrt durch Österreich, die Slowakei und Ungarn kennen. Diese Erfahrung unterstrich ihre natürliche künstlerische Verbundenheit. Es folgten weitere Konzerte in der Schweiz und in Frankreich, und so entstand dieses leidenschaftliche Programm.
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ESTELLE REVAZ
"Estelle Revaz ist eine aufrichtige und tiefgründige Musikerin mit einer großen musikalischen Neugier." Gautier Capuçon
Estelle Revaz tritt regelmäßig in vielen Ländern Europas, Asiens und Südamerikas auf. Die Schweizer Cellistin wird zu renommierten Festivals wie dem Gstaad Menuhin Festival, dem Verbier Festival oder dem Festival International de Colmar eingeladen, wo sie mit Musikpartnern wie Renaud und Gautier Capuçon, Shani Diluka, Leonora Armellini, François-Frédéric Guy, Hannes Minnaar, Finghin Collins, Cédric Pescia, Andrey Baranov, Alexandra Conunova, Lena Neudauer oder Kevin Spagnolo.
Mit Orchester interpretiert sie ein breites Repertoire, das von den Konzerten von C.P.E. Bach bis zu den Konzerten von Gulda oder Ligeti reicht, und war mehrere Jahre Artist in Residence beim Genfer Kammerorchester. Die internationale Kritik begrüßt ihre Live-Auftritte und ihre Plattenproduktionen mit Begeisterung. Ihr Album Bach&Friends wurde sogar von der anspruchsvollen Zeitschrift Musik und Theater als eines der besten Cellokonzepte der Gegenwart angesehen.
Estelle Revaz ist eine engagierte Künstlerin. Während der Pandemie hat sie sich unermüdlich dafür eingesetzt, zu zeigen, wie wichtig Kultur ist, und die Anliegen der Kulturschaffenden an die Politik heranzutragen. Sie erzählt ihre Geschichte in dem Buch "La Saltimbanque" (Ed. Slatkine). Ihr Kampf geht heute in einer formelleren Form weiter, da sie 2023 in den Nationalrat, das Schweizer Parlament, gewählt wurde.
Estelle Revaz spielt auf einem Cello von G. Grancino (1679) und einem Bogen von J. Eury (1825), die ihr von einer Schweizer Stiftung großzügig zur Verfügung gestellt wurden.
NICOLAS BRINGUIER
"Sein kraftvolles Spiel trägt auf natürliche Weise den Atem der Musik: Nicolas Bringuier vereint sich mit dem Werk durch den Geist, ohne zu versuchen, es mit Kraft zu beherrschen."Olivier Bellamy
Nicolas Bringuier tritt regelmäßig in Europa, den USA und Asien in renommierten Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein, dem Salle Gaveau in Paris, dem Auditorio in Madrid oder dem Seoul Arts Center mit Partnern wie Alexandra Conunova, Nicolas Dautricourt, Gary Hoffman, Esther Hoppe, Alissa Margulis, Raphael Oleg, Régis Pasquier, Istvan Vardai, Alexander und Dana Zemtsov.
Als Solist mit Orchester verfügt Nicolas Bringuier über ein Repertoire von mehr als 30 Konzerten, die er mit zahlreichen europäischen und asiatischen Orchestern aufgeführt hat: die Berliner Symphoniker, den Wiener Concertverein, die Prager Philharmoniker, das Orchestre National de France, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre National de Bordeaux, das Orchestre National de Lille, das Orchestre National de Montpellier, das Orchestre National de Toulouse, das Orchestre National de Nice, das Orchestre National de Wuhan, das Orchestre National de Cannes, das Orchestre National d'Avignon, das Orquesta Sinfónica de Castilla y León, das Orquesta Sinfónica de Baleares oder das Euro-Asian Orchestra. Seine Aufnahmen von Schumann, Bartók und Fauré für die Labels Audite und Klarthe wurden von der Kritik hoch gelobt und mit höchsten Auszeichnungen bedacht.
Mit der Pianistin Olga Monakh und ihrem Duo Siloti treten sie auf Einladung des Bundespräsidenten in dessen Residenz Schloss Bellevue auf und spielen in den meisten Ländern Europas. Gemeinsam sind sie für die künstlerische Leitung der Rencontres musicales du Negresco und des Concours International Samson François verantwortlich.
N. Bringuier ist Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin, Gastprofessor an der Inje University in Südkorea und jetzt Professor an der Ecole Normale de Musique in Paris.