Die Künstlerin über das Projekt

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Video
Die zeitgenössische Musik lässt dank der Explosion zahlreicher Codes und einer großen Vielfalt an Klängen den Komponisten, den Interpreten, aber auch dem Publikum eine immense Freiheit. Wenn es dem Zuhörer gelingt, loszulassen, eröffnet sich ihm eine ganze Fantasiewelt, die sich aus den Klangvorstellungen, die er hört, ergibt.
Auch die Poesie spielt stark mit Klängen. In diesem Sinne ist sie sehr vergleichbar mit der Musik unserer Zeit.
"Den Berg sagen und spielen" präsentiert dem Publikum eine Parallele zwischen zeitgenössischer Musik für Violoncello solo und Gedichten in verschiedenen Sprachen unterschiedlicher Herkunft, die ebenfalls über den Klang miteinander in Dialog treten können. Diese Form der Spiegelung zwischen Musik und Poesie stellt natürlich die Bedeutung der bildlichen Bedeutung und den Reichtum der Vorstellungskraft jedes Einzelnen in Frage, aber sie ermöglicht es auch, die Tür zu den Emotionen zu öffnen, die jedem Zuschauer eigen sind.
Als roter Faden durch dieses Projekt: die Berge und die Schweizer Musik für eine einzigartige Sinneserfahrung.
ESTELLE REVAZ UND CARINE TRIPET
Über die Musikpädagogik haben sich Estelle Revaz und Carine Tripet 2015 kennengelernt. Gemeinsam veröffentlichten sie 2019 bei L'Harmattan (Paris) eine Forschungsarbeit über die Entwicklung der künstlerischen Identität. Die Freundschaft und die besondere Konnivenz, die sich zwischen den beiden Frauen entwickeln konnte, ermöglichte es ihnen, "Den Berg sagen und spielen" zu erfinden, ein neuartiges Stück, das es dem Zuschauer ermöglicht, loszulassen und sich mit seiner eigenen Vorstellungswelt zu verbinden.
ESTELLE REVAZ
Estelle Revaz, eine in der Schweiz und auf internationalen Bühnen anerkannte Cellistin, ist eine hervorragende Botschafterin für die Musik unserer Zeit und insbesondere für die zeitgenössische Schweizer Musik. Sie hat zwei Alben (CANTIQUE und JOURNEY TO GENEVA) produziert, die ganz der Schweizer Musik gewidmet sind und von der Fachkritik einhellig gelobt wurden. Ihr immenses Charisma sowie die Bandbreite seiner Instrumentaltechnik inspirierten zahlreiche Komponisten wie z. B. X. Dayer, J.-L. Darbellay oder A. Pflüger, die ihr mehrere ihrer Stücke widmeten. Neben der Bühnenerfahrung der Cellistin ermöglichen ihr ihre drei Masterstudiengänge in Cello solo, zeitgenössischer Musik und Musikpädagogik, atypische Programme anzubieten, die den Zuschauer in den Mittelpunkt des Erlebnisses stellen.
CARINE TRIPET
Carine Tripet, eine aus dem Jazz stammende Musikerin und Spezialistin für vokale Weltmusik, ist seit etwa zehn Jahren Botschafterin der Walliser Sprachen. Sie hat zum Beispiel zahlreiche Aufführungen geschrieben und mehrere CDs produziert, die mit den Erbsprachen des Wallis in Verbindung stehen, d. h. mit gut zwanzig Dialekten und Walliser Mundart. Sie hat zweisprachige Lieder und poetisierte Übersetzungen zu ihrer "Pfote" im textlichen und musikalischen Schreiben gemacht. Über die kantonalen Sprachgrenzen hinaus schreibt sie auch Lieder in verschiedenen Sprachen mit und vor allem für Immigranten, die von ihrem Erbe oder ihrem Weg ins Exil erzählen, sei es freiwillig oder gezwungen.