ESTELLE REVAZ & L'ORCHESTRE DE CHAMBRE DE GENÈVE
Ab 2017-2018 und für drei Saisons, hat sich das Genfer Kammerorchester neu erfunden und hat eine Artistin in Residence eingeladen, die schweizerische Cellistin Estelle Revaz, deren junge Karriere bis weit über die Grenzen ausstrahlt.
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ESTELLE REVAZ
Die österreichisch-schweizerische Cellistin Estelle Revaz spielt regelmäßig in zahlreichen Ländern Europas, Asiens und Südamerikas. Sie wird häufig zu anerkannten Festivals wie dem Gstaad Menuhin Festival, dem Verbier Festival, dem Internationalen Festival von Colmar oder dem Festival Pablo Casals mit Partnern wie Gautier Capuçon, Renaud Capuçon, Alexandra Conunova, Raphaëlle Moreau, Tai Murray, Lena Neudauer, Sergey Ostrovsky, Tedi Papavrami, Pierre Génisson, Ralph Manno, Finghin Collins, Anais Crestin, Christian Chamorel, Gaspard Dehaene, François Dumont, François-Frédéric Guy, François Killian, Cédric Pescia oder dem Quatuor Sine Nomine eingeladen. Sie konzertiert regelmäßig in renommierten Sälen wie der Victoria Hall, dem Paul Klee Zentrum, dem Musée du Louvre, dem NCPA in Beijing, dem Oriental Art Center in Shanghai, dem CCK in Buenos Aires oder dem Auditorium del Sodre in Montevideo.
Ihre Auftritte mit Orchester zeigen die Breite ihres Repertoires, von den Konzerten Bachs bis hin zu Konzerten Guldas oder Ligetis. Ab der Saison 17/18 ist Estelle Revaz auf drei Jahre Artist in Residence beim Genfer Kammerorchester. Eines ihrer zahlreichen Projekte ist auch die Einspielung eines CD-Albums mit Konzerten von F. Martin und X. Dayer (UA).
Die Kritik hat ihre erste CD Cantique (NEOS 2015), wo sie die Solistin der Konzerte E. Blochs (Schelomo) und A. Pflügers (Pitture- UA) ist, begeistert aufgenommen. LE TEMPS spricht von einer « tiefen, scharfen und anspruchsvollen Platte, auf der das Orchester und die Solistin mit Intelligenz und feinem Gespür spielen ». Ihre Platte für Solocello Bach & Friends (Solo Musica/Sony 2017) wurde auch von der Fachpresse stürmisch begrüßt. Pizzicato schreibt: « Der Klang ist von perfekter Reinheit, die Phrasierung ist äußerst klar und die Dynamiken sind außergewöhnlich subtil. » Anlässlich ihres letzten Duoalbums mit dem Titel Fugato (Solo Musica/Sony 2017), bezeichnet Le Courrier Estelle Revaz als « einen der aufgehenden Sterne einer neuen Generation großer Interpreten » und La Liberté spricht von « einem königlichen Programm, wo das Violoncello prachtvoll singt, schmachtend und voller Kraft. »
Estelle Revaz hatte Auftritte bei Radio France, bei der RTBF, beim Deutschlandfunk, beim WDR3 sowie bei der Radio Télévision Suisse. Neulich hat Estelle Revaz 5 Sendungen
Estelle et le violoncelle im Schweizer Rundfunk geleitet und dabei 5 Themen präsentiert :
Der Klang des Violoncellos,
Die Technik des Violoncellos im Dienst des Ausdrucks,
Die Interpretation durch die künstlerische Auswahl,
Das Violoncello, ein Geschichtenerzähler und
Die Zauberei der Inspiration durch die Cellokonzerte.
Nach ihren Anfängen in der Schweiz wurde sie in Frankreich am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris unter Jérôme Pernoo sowie in Deutschland an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Maria Kliegel ausgebildet.
Seit 2015 ist Estelle Revaz Mitglied des «Forum des 100»: 100 Persönlichkeiten, die die Zukunft der Schweiz vertreten.
Zur Zeit spielt Estelle Revaz auf einem Violoncello von G. Grancino (1679) und mit einem Bogen von J. Eury (1825). Beides wurde ihr von großzügigen Schweizer Mäzenen zur Verfügung gestellt.
L'ORCHESTRE DE CHAMBRE DE GENÈVE
Das Genfer Kammerorchester hat seinen Namen bewusst gewählt, denn seit seiner Gründung im Jahr 1992 ist seine Identität fest mit seinem Sitz in Genf verbunden. Mit seiner besonderen Besetzung von 39 fest angestellten MusikerInnen bietet das OCG in jeder Konzertsaison ein themenorientiertes Programm an. Zeitgenössische Musik für Kammerorchester wird sorgfältig in Übereinstimmung mit den anderen Werken des betreffenden Konzertabends ausgesucht.
Die bemerkenswerte Sorgfalt, mit der sich das Genfer Kammerorchester um ein unverwechselbares Repertoire bemüht, wird überzeugend von Arie van Beek in ein stimmiges, anspruchsvolles und intelligentes sinfonisches Programm umgesetzt, das international anerkannt ist. Charakteristisch für die künstlerische Identität und den künstlerischen Anspruch ist das engagierte Eintreten für Repertoires und Interpreten aus der Schweiz, sowie die häufige Begegnung mit anderen Kunstformen und kreativen Ausdrucksformen, womit ein starkes Zeichen für Kreativität, künstlerische Offenheit und innovative Kunst gesetzt wird.
Gemeinsam mit angesehenen Institutionen wie dem Grand Théâtre de Genève, wo es regelmässig mit Liederabenden, unter anderem mit Joyce Di Donato und Sonya Yoncheva auftritt, oder der Lausanner Oper, wo es unter der Leitung von Arie van Beek die Welturaufführung von Michaël Levinas Oper ?Der kleine Prinz? aufgeführt hat, trägt das Genfer Kammerorchester dazu bei, den Genfer Stadtgeist über die Stadtgrenze hinaus bekannt zu machen. Dazu gehören sehr beachtete Konzerte in der Schweiz (Tonhalle, Auditorium Strawinsky) und vor kurzem in Frankreich und Italien. Eine aus der Diskographie herausragende Aufnahme ist die kürzlich bei Sony erschienene CD ?Mozart in Between? mit David Greilshammer, der während einer Saison sämtliche Klavierkonzerte von Mozart mit dem Genfer Kammerorchester eingespielt hat.
Das Genfer Kammerorchester zeichnet sich aus durch seine Originalität, seinem künstlerischen Anspruch und seiner kühnen Programmgestaltung. Diese Ambitionen werden vom niederländischen Dirigenten Arie van Beek, seit September 2013 künstlerischer und musikalischer Leiter des Genfer Kammerorchesters, gefördert. Unterstützt wird das Genfer Kammerorchester von der Stadt Genf, der Republik und dem Kanton Genf und vielen privaten Partnern.
www.locg.com